Keramik glasieren für Anfänger – Schritt für Schritt zur perfekten Oberfläche
Du hast deine ersten Keramikstücke getöpfert und nun stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Keramik glasieren ist ein essenzieller Schritt, um aus Ton echte Kunstwerke mit lebendigen Farben und schützenden Oberflächen zu machen. Egal ob du schon Erfahrung im Töpfern hast oder gerade erst startest – dieser Beitrag begleitet dich durch den Prozess des Glasierens, zeigt dir, welche Glasuren es gibt und worauf du besonders achten solltest.
Warum Keramik glasieren?
Eine Glasur macht deine Werke nicht nur schöner, sondern auch hygienisch, wasserfest und langlebig. Ohne Glasur wäre Keramik porös und anfällig für Flecken oder Risse. Glasuren bringen Farbe, Textur und Schutz auf deine Oberfläche – ganz gleich ob du eine Schale, Tasse oder Skulptur erstellt hast.
Welche Glasuren gibt es?
- Transparente Glasuren – ideal für detailreiche Stücke
- Mattglasuren – edel und zurückhaltend
- Glanzglasuren – strahlend und glatt
- Kristallglasuren – mit Effektpartikeln
In unserem Sortiment findest du eine große Auswahl an Keramikglasuren – von Einsteiger- bis Effektglasuren.
Schritt-für-Schritt: So glasierst du deine Keramik
- Vorbereitung: Dein Stück muss vollständig trocken und geschrüht (Rohbrand) sein.
- Reinigung: Mit einem feuchten Schwamm den Staub entfernen.
- Glasur auftragen: Pinseln, Tauchen oder Gießen – je nach Glasurtyp.
- Trocknen lassen: Mindestens einige Stunden.
- Glattstreichen: Eventuelle Tropfen oder Nasen mit dem Finger oder Pinsel ausgleichen.
- Brennen: Nach Anleitung des Herstellers im Brennofen – oder nutze unseren Brennservice.
Welche Glasur passt zu welchem Ton?
Nicht jede Glasur harmoniert mit jedem Ton. Es lohnt sich, Musterstücke zu machen. Unsere Empfehlung für Einsteiger: Steinzeugton in Kombination mit transparenten Glasuren – einfach, sicher und vielseitig. Mehr dazu findest du im Artikel Welche Glasur passt zu welchem Ton?
Tipps für Anfänger:innen
- Teste neue Glasuren zuerst auf kleinen Flächen.
- Arbeite in ruhiger Umgebung – Tropfen und Schlieren entstehen durch Hektik.
- Schütze den Boden deiner Stücke – keine Glasur im Standbereich!
Glasieren ohne Brennofen?
Wenn du keinen Ofen hast, kannst du auf lufttrocknenden Ton oder Acrylfarben zurückgreifen. Diese sind jedoch nicht spülmaschinenfest oder wasserdicht. Für echte Glasur-Effekte ist ein Brand nötig. Tipp: Nutze unseren Brennservice – einfach online anfragen!
Keramik bemalen vor dem Glasieren?
Ja, das geht! Viele nutzen Unterglasurfarben oder Engoben, um Muster und Motive aufzutragen. Diese werden mit der transparenten Glasur versiegelt – so bleibt alles dauerhaft sichtbar und geschützt. Passende Farben findest du in unserer Rubrik Glasuren.
FAQ
Muss ich mein Stück vor dem Glasieren brennen?
Ja, das sogenannte Schrühen ist notwendig.
Wie viele Schichten Glasur soll ich auftragen?
Meist genügen zwei bis drei dünne Schichten – je nach Glasurtyp.
Kann ich Glasuren mischen?
Teilweise ja – beachte jedoch die Angaben der Hersteller.
Wie lange dauert das Glasieren?
Mit Trocknungszeit solltest du einen halben Tag einplanen.
Wie heiß muss ich brennen?
Die meisten Glasuren brauchen zwischen 1020°C und 1250°C – je nach Typ.
Fazit
Keramik glasieren ist ein kreativer und entscheidender Schritt im Töpferprozess. Mit etwas Übung, den richtigen Materialien und einem ruhigen Händchen kannst du wunderbare Ergebnisse erzielen. Und keine Sorge: Auch wenn mal etwas schiefgeht – jeder Fehler ist eine Lernchance. Viel Freude beim Ausprobieren!